Direkt zur Tiefenanalyse
Für Entscheider: Unternehmer, CEOs und Führungskräfte

Innere Antreiber erkennen: die fünf Sätze, die dich steuern

Mach es allen recht. Sei perfekt. Streng dich an. Sei stark. Mach schnell. Woran du die fünf inneren Antreiber erkennst, was sie mit deinem Stress zu tun haben und wie du sie testest.

Cla Mosca ·

Cla Mosca im blauen Pullover, nachdenklich, die Hand am Kinn

Vor der WM 1993 waren meine wichtigsten Antreiber: Mach es allen recht! Streng dich an. Sei perfekt! Und sei stark! Ich habe es am eigenen Körper erfahren.

Antreiber fühlen sich an wie Persönlichkeit. Wie Ehrgeiz. Wie Disziplin. Darum fallen sie einem selbst kaum auf.

«Viele Leute merken gar nicht, dass sie limitiert sind. Weil das ist ja der Normalzustand, das ist deine Realität.»

Was innere Antreiber sind

Innere Antreiber sind Sätze, die wir als Kind gelernt haben und die heute im Hintergrund weiterlaufen. In der Transaktionsanalyse gibt es fünf. Sie entstehen im Normalfall zwischen 0 und 6 Jahren.

Wir kommen nicht auf die Welt und wollen es allen recht machen oder perfekt sein. Als Kind hat dir der Antreiber Anerkennung und Sicherheit gebracht. Heute laufen diese Programme im Hintergrund weiter. Sie wirken wie Viren in einem Betriebssystem. Wenn du einen Virus im Programm hast, funktioniert es zwar, aber es funktioniert nicht optimal.

Wie so ein Antreiber in der Kindheit entsteht, habe ich am Beispiel ‹Mach es allen recht› beschrieben: Es allen recht machen wollen: woher das kommt.

Die fünf Antreiber und woran du sie erkennst

Hier die fünf, mit Beispielen, wie sie sich bei Entscheidern zeigen. Lies sie langsam. Vielleicht bleibst du bei einem hängen.

Mach es allen recht

Du sagst Ja, wo du Nein meinst. Konflikte trägst du nicht aus. Im Gespräch bist du mit den Gedanken schon bei der Reaktion des anderen, und die Sitzung von gestern läuft im Kopf noch einmal ab. Du stellst dich hinten an. Und das macht müde.

Bei mir hat er sich im Rennen gezeigt: Vor lauter allen recht machen wollen war ich mit meinen Gedanken in der Zukunft oder in der Vergangenheit.

Sei perfekt

Du feilst nach, entscheidest spät und gibst wenig aus der Hand. Für gewisse Dinge brauchst du unglaublich lange, und entsprechend gross ist der Aufwand. Delegieren heisst für dich, es nachher selber zu korrigieren. Fertig ist selten fertig.

Bei mir: «Ich bin regelmässig in Schönheit gestorben während eines Rennens. Perfekter Stil, aber langsam.» Mehr dazu im Artikel Perfektionismus ablegen bei der Arbeit.

Streng dich an

Leistung ist dein Beweis. Was leicht geht, zählt für dich nicht. In den Ferien hast du ein schlechtes Gewissen. Du bist der Erste im Büro und der Letzte, der geht. Leistung wird zum Selbstwert. Es ist nie genug.

Bei mir: Angestrengt habe ich mich sowieso. Heute würde man das Übertraining nennen.

Sei stark

Du zeigst keine Schwäche und holst dir keine Hilfe. Auf «Wie geht es dir?» sagst du «gut». Was dich beschäftigt, machst du mit dir selber aus, oft nachts. Du zeigst keine Emotionen und wirkst distanziert. Für andere bist du wenig nahbar.

Das ist so ein bisschen ein Männerding. Wir müssen stark sein. Aber stark sein, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche: Das kann nicht funktionieren. Bei mir: Meine Herausforderungen habe ich in mich hineingefressen. So zeigte sich ‹Sei stark›.

Mach schnell

Du fühlst dich getrieben. Du lebst im Dauertempo. Pausen fühlen sich an wie verlorene Zeit. Du bist schon beim Nächsten, bevor das Jetzige fertig ist, und du unterbrichst andere, weil du das Ende schon kennst.

Der Preis: Du bist selten ganz da. Und Leben passiert im Moment.

Innere Antreiber und Stress

Druck per se gibt es nicht. Wir machen uns selber Druck. Durch unsere Gedanken. Meistens liegt darunter eine Annahme, dass man nur genügt, wenn man sich so verhält oder ein bestimmtes Ziel erreicht. Genau das sind die Antreiber.

Oft laufen mehrere zusammen. Mach es allen recht, streng dich an, sei perfekt: Diese drei zusammen sehe ich hinter vielen Burnouts.

Was dieser Druck dich kostet, steht im Artikel Druck im Job: was er dich kostet und was auf der Strecke bleibt. Warum du die Antreiber abends besonders laut hörst, im Artikel Gedankenkarussell stoppen, wenn es nachts losgeht.

Innere Antreiber testen

So mache ich es in der Tiefenanalyse. Nimm die fünf Sätze und skalier jeden von 0 bis 10. 0 heisst, betrifft mich gar nicht. 10 heisst, ich sehe mich absolut darin. Wenn du über einer 5 landest, lohnt es sich auf alle Fälle, diesen Antreiber anzuschauen.

Passt eine Zahl nicht, unterscheide privat und geschäftlich. Derselbe Antreiber kann zu Hause ganz anders laufen als im Geschäft.

Dann die Frage: Angenommen, du könntest mit dem Finger schnippen, und morgen wäre einer dieser Antreiber weg. Welchen würdest du wählen?

Den ganzen Test mit Auswertung findest du im Selbsttest, kostenlos, in rund 10 Minuten. Er zeigt dir auch, wie viel deiner PS du heute auf die Strasse bringst.

Was hilft

Die Antreiber haben auch ihre Berechtigung, vor allem als Schutz für das kleine Kind. Per se sind sie nicht gut oder schlecht. Gut ist, wenn du wählen kannst: Jetzt mache ich es perfekt, und hier reicht es so.

Dafür lösen wir sie an der Wurzel. Wir schauen, wo der Antreiber sitzt, wann er entstanden ist und woher er kommt. Danach bewertest du ihn neu. Typischerweise liegt er dann unter 5.

Welcher Antreiber dich am meisten bremst und wie du ihn auflöst, schauen wir in der Tiefenanalyse gemeinsam an. Live, an genau diesem Antreiber.

Kostenlose Tiefenanalyse

Du musst nicht länger nur funktionieren.

Wir schauen gemeinsam, wo dein innerer Druck entsteht, welche Limitierungen dahinterliegen und wo der grösste Hebel liegt. 60 Minuten über Zoom.

Tiefenanalyse buchen

100 % kostenlos und unverbindlich

Lieber zuerst selber testen