Dauerstress loswerden, ohne weniger zu leisten
Du leistest viel, und der Druck läuft mit, auch wenn der Laptop zu ist. Was Dauerstress dich kostet und wie du ruhig wirst, ohne weniger zu leisten.

Stress ist per se nicht schlecht. Andauernder Stress über Monate oder Jahre dagegen schon. Er frisst Energie und Fokus.
Ich kenne das von mir. Vor Workshops bin ich manchmal fast ohnmächtig geworden. Ich hatte das Gefühl, ich müsste dermassen performen, um zu genügen, obwohl ich sehr positives Feedback von anderen Workshops hatte. Die Themen darunter: Ich muss perfekt sein! Und ich muss es allen recht machen. Heute bin ich tiefenentspannt.
Was Dauerstress dich kostet
Stell dir einen Bergsee vor. Wenn er glatt ist und du einen Stein hineinwirfst, siehst du genau, was passiert. Wenn alles unruhig ist, triffst du nicht so gute Entscheidungen.
Und die anderen merken es. Nach aussen wirkst du vielleicht wie der Fels in der Brandung.
«Energetisch kann es so einen Mismatch geben zwischen dem, was du ausstrahlst und dem, was effektiv in dir drin ist. Aber häufig, viele Menschen merken das nicht.»
Manchmal meldet sich zuerst der Körper. Ein Executive Director kam mit starker innerer Unruhe zu mir, mit einem Stresslevel, das kaum zu bremsen war: Druck auf der Brust, Kopfschmerzen, starke Müdigkeit, anhaltende Schlaflosigkeit. Sein Ziel war, wieder leistungsfähig zu sein, ohne permanent unter Druck zu stehen.
Warum Ruhe mehr bringt als Druck
«Wenn man still ist, verbraucht man viel weniger Energie, man trifft klarere Entscheidungen, man ist authentisch, charismatischer, und man wirkt auch ganz anders im Aussen.»
Scheitern muss eine Option sein, vom Mindset her gesehen. Das bringt Entspannung. Als ich das gecheckt habe, sind meine Leistungen besser geworden.
Ruhe kannst du messen. Frag dich: Wie ruhig war es in dir in den letzten zwei, drei Monaten? 0 wäre gar nicht, 10 wäre 100 Prozent. Viele starten bei 2, also bei 20 Prozent. Dann übst du, das ist wie Liegestütze machen. Irgendwann bist du bei 80, 90 Prozent, und das ist eine ganz andere Geschichte.
Wie du zurück in die Ruhe kommst
Eine einfache Übung, die du jetzt gleich machen kannst. Schenk deine Aufmerksamkeit dem Blatt oder dem Bildschirm vor dir. Da ist sie im Aussen. Dann schenk sie deiner linken Schulter. Einfach da sein. Dann der rechten Schulter. Dem linken Knie. Und jetzt dem rechten Knie, aber nur der Kniescheibe.
Du siehst: Du entscheidest, wo deine Aufmerksamkeit ist. Where attention goes, energy flows. Im Prinzip ist das Meditation in Sekunden.
Viele Menschen meditieren und versuchen nachher, diese Ruhe in den Alltag zu transferieren, was den meisten erfahrungsgemäss nicht gelingt. Darum geht es im Coaching um beides: dass du deine Aufmerksamkeit zurück zu dir nimmst, zu deinem normalen Betriebssystem, und dass du die Muster auflöst, die dich immer wieder rausziehen. Wenn die Ruhe Normalität wird, hast du auch keine Trigger mehr. Dann drehst du auch nicht mehr am Abend.
Beim Executive Director ging das schneller, als er gedacht hatte. Er wurde ruhiger, hört bewusster zu und hat mehr Selbstvertrauen. In seinen Worten:
«Viele Veränderungen waren überraschend schnell spürbar, teilweise innerhalb weniger Minuten.»
Wo dein Stress entsteht und welche Limitierungen dahinterliegen, schauen wir in der Tiefenanalyse gemeinsam an. Welche Antreiber bei dir mitlaufen, siehst du vorher im Selbsttest.